Mehr Koppeln für die Pferde: Stadtrat erweitert Sondergebiet in Ritterswörth

Pferdehof

Der Reiterhof in Zell könnte bald zu einem weiteren Aushängeschild der Pferdezucht in Bayern werden: Nach Schwaiganger und Marbach soll nun auch in Ritterswörth wieder ein moderner Standort für Pferdezucht, Pferdesport und Pferdehaltung entstehen. Der Stadtrat hat in seiner jüngsten Sitzung die Vergrößerung des entsprechenden Sondergebiets beschlossen und damit den Weg für die Weiterentwicklung des Projekts freigemacht.

 

Bereits im Juli des vergangenen Jahres hatte der Stadtrat die Änderung des Flächennutzungsplans und die Aufstellung eines Bebauungsplans beschlossen. Nun wurde der Geltungsbereich erweitert: Zwei zusätzliche Koppelflächen wurden in die Planung aufgenommen. Damit wächst das Areal von ursprünglich 5,5 auf nunmehr 9,3 Hektar.

 

Planerin Julia Grünberger vom Büro Eichenseher stellte die neuen Flächen vor. Im Sondergebiet 1 (rund 85.000 m²) sind künftig Anlagen für Reitzwecke, wetterfeste Unterstände sowie fünf mobile Weidehütten mit jeweils 20 Quadratmetern vorgesehen.


Weitere Bereiche gliedern sich in:

  • Sondergebiet 2: Wohnen für Personal und Betriebsleitung (ca. 750 m²)

  • Sondergebiet 3: Wohnhaus mit kleineren Nebenanlagen (ca. 750 m²)

 

Die Expertin betonte, dass zwar der gesamte Geltungsbereich des Flächennutzungsplanes erweitert werde, der tatsächlich bebaubare Bereich jedoch gleichzeitig reduziert wurde. Maximal 50 Pferde sollen künftig in Ritterswörth gehalten werden – mit einer Weidefläche von 1.500 m² pro Tier.

 

Verkehr und Erschließung

Im Stadtrat wurden auch verkehrliche Fragen angesprochen. Dabei wurde klargestellt, dass für die Altanlieger an der Ritterswörther Allee keine zusätzlichen Kosten entstehen. Zusätzlich soll geprüft werden, ob eine Trasse für eine Zufahrt parallel zur Allee eingeplant werden kann.