Klosterbräustadel

Klosterbräustadel

Stadl-Sanierung in Geisenfeld: Fertigstellung nun für Herbst 2027 vorgesehen
Die Sanierung des historischen Klosterbräustadels in Geisenfeld schreitet weiter voran.

Nachdem zuletzt immer wieder Spekulationen über Verzögerungen und steigende Kosten aufgekommen waren, informierte Bürgermeister Paul Weber in der jüngsten Stadtratssitzung ausführlich über den aktuellen Stand des Großprojekts. Nach seinen Angaben entwickelt sich die Maßnahme trotz der Herausforderungen insgesamt positiv.


Die Arbeiten an dem bedeutenden Bauvorhaben laufen bereits seit März 2024. Ursprünglich war vorgesehen, die Sanierung bis September 2025 abzuschließen. Insbesondere umfangreiche Ausbauarbeiten, die aufwendige Untersuchung der vorhandenen Bausubstanz sowie Differenzen mit einer Baufirma über Kostenfragen führten jedoch zu erheblichen Verzögerungen.


Seit rund einem Jahr präsentiert sich der Stadel ohne Dachstuhl. Gleichzeitig mussten die Giebelseiten aufwendig gesichert werden. Notwendig geworden war dies aus statischen Gründen, da die Decke zwischen Erd- und Obergeschoss vollständig zurückgebaut und erneuert werden musste. Diese neue Geschossdecke ist inzwischen eingebaut.


Bürgermeister Weber betonte, dass auf der Baustelle derzeit kontinuierlich gearbeitet werde. Aktuell entstehen unter anderem der Aufzugsschacht sowie neue 3D-Scans für den künftigen Dachstuhl. Diese sollen eine passgenaue Fertigung der Bauteile aus Holz und Stahl ermöglichen. Nach derzeitiger Planung sollen die Dachstuhlelemente im September und Oktober montiert werden. Anschließend könne ein großer Teil des Gerüsts wieder entfernt werden.


Auch im Inneren des Gebäudes sind bereits Fortschritte sichtbar. Im Bereich des zukünftigen Medienzentrums wurden erste Trennwände errichtet. Die Fertigstellung des gesamten Projekts ist nun für Herbst 2027 vorgesehen.
Im Rahmen der Stadtratssitzung wurden außerdem weitere Vergaben beschlossen. Nach Angaben des Bürgermeisters liegt das bisher vergebene Auftragsvolumen bei rund 4,6 Millionen Euro und damit weiterhin unter der ursprünglichen Kostenberechnung. In diese Summe sind auch die drei jüngst vergebenen Gewerke eingerechnet.


Den Zuschlag für die Innenputzarbeiten erhielt die Firma Saba Gruppe GmbH aus Ottobrunn mit einem Angebotspreis von rund 149.000 Euro brutto. Die Trockenbauarbeiten wurden an die Firma Wamaus Seiboldsdorf vergeben. Das Auftragsvolumen liegt hier bei rund 208.000 Euro brutto. Die Estricharbeiten übernimmt die Firma N3 Bau GmbH aus Nalbach zum Angebotspreis von knapp 54.000 Euro brutto.
Wie Bürgermeister Weber erläuterte, lag die ursprüngliche Kostenberechnung für diese Gewerke bei insgesamt rund 226.000 Euro. Damit bewegen sich die bisherigen Vergaben weiterhin innerhalb des kalkulierten finanziellen Rahmens.