Fulminantes Konzert zum Jubiläum von Chorleiterin Margit Mooser

Chorjubiläum

Ein begeisterndes Konzert veranstaltete der Sängerverein Geisenfeld anlässlich seines traditionellen Sommerkonzerts. Wie immer am Dirigentenpult – mit vollem Körpereinsatz und mitreißendem Engagement – Chorleiterin Margit Mooser. Diese hat heuer gleich doppelten Grund zum Feiern. Im Jahre 1994 übernahm sie den gemischten Chor des Sängervereins Geisenfeld und leitete ihn fünf Jahre. Als dann im Zuge der Modernisierung des Liedgutes die Formation „Maggies Moderne“ gegründet wurde, war es klar, dass die Namensgeberin auch die Chorleitung übernehmen würde und das ist heuer 25 Jahre her. Margit Mooser – die Lady mit der blauen Strähne – hat den Chor zu einer musikalischen Einheit geformt, der durch seine Präsenz und stimmliche Strahlkraft beeindruckt und weit über Pfaffenhofens Grenzen bekannt und geschätzt ist.
In diesem Jahr war das Motto des Sommerkonzerts „Hits und Evergreens“ – vor allem aus Filmmusicals – und die über 100 Zuschauer genossen die Darbietungen in vollen Zügen. Maggies Moderne und die Band „Petrain“ brachten mit ihrer ungebremsten Sanges- und Spielfreude alle Zuhörer so richtig in Stimmung, sodass bei vielen Liedern die Beine unwillkürlich im Takt mitwippten und auch mitgeklatscht wurde.

Der „Treffpunkt Musik“ ist seit Jahren einer der Höhepunkte des Geisenfelder Kulturkalenders. Viele Besucher schätzen die gemütliche Atmosphäre, die nicht mit strengen Stuhlreihen, sondern gemütlichen Tischgruppen aufwartet.

Nach der musikalischen Begrüßung durch den Chor trat das Moderatorenduo Gerda Huber und Gustl Fink, die heuer gemeinsam durch den Abend führten, zum ersten Mal in Erscheinung und stimmte die Zuhörer mit einem launigen Dialog auf den kommenden Abend ein. Mit „Halleluja“, dem Siegertitel des Grand Prix d’Eurovision von 1979, startete das Programm. Nun folgte der erste Auftritt von Peter Deak und Rainer Pawlak – sonst Teil des Ensembles – die mit Gitarre und Bluesharp voll überbordender Spielfreude, sich selbst mit Wonne auf die Schippe nehmend, das Auditorium mitnahmen auf eine erfrischende Reise durch die Welt der Musik. Von „The Mighty Quinn“ über „I still haven`t found what I`m looking for” bis zu “Waltzing Mathilda“ – der heimlichen australischen Nationalhymne – boten sie eine beeindruckende Kostprobe ihres musikalischen Könnens. Wie schon der Chor versäumten sie es nicht, der Liebe in Songs wie „You raise me up“ ein Loblied anzustimmen. Bei diesem Lied wurde sie durch die berührende Sopranstimme von Michaele Diepolder kongenial unterstützt. Kurz vor der Pause wurden mit Bette Middlers „From a distance“ alle aufgefordert, diese wunderbare Welt nicht im Chaos und Konflikten versinken zu lassen, sondern die Stimme für eine bessere Welt zu erheben.

Nach der Pause wartete der Chor mit einer Überraschung auf: Ganz in Schwarz mit glitzerndem Zylinder und Fliege bzw. Schal betraten sie die Bühne und stimmten das Publikum schon optisch auf das Kommende ein. Denn nun folgte ein bunter Reigen von Musicalmelodien, die durch Liza Minelli und Frank Sinatra zu Welterfolgen wurden. Der Chor selbst lud ins Cabaret ein und sang anschließend auch den gleichnamigen Musicalhit. Auch Sinatras „New York, New York“ und „Strangers in the night“ durften hier natürlich nicht fehlen. Dabei zeigte sich der Chor als eingespielter Klangkörper, der auch schwierige Passagen hervorragend meisterte und den mitreißenden „Swing“ dieser Lieder zum Ausdruck brachte. Die Vereinsvorsitzende Christa Thurner bedankte sich am Ende bei allen fleißigen Helfern im Hintergrund und lud das Publikum ein, im Oktober bei den nächsten Konzerten von Maggies Moderne doch dabei zu sein.

Nach „Hit the road, Jack“ gab es tosenden Applaus für alle Künstler und natürlich wurde eine Zugabe erklatscht, die beide Gruppen gemeinsam darboten und dann das Publikum – bestens gelaunt – in eine laue Sommernacht entließen.

Wer einmal Chorluft schnuppern möchte, denn singen kann bekanntlich jeder, ist recht herzlich eingeladen, einmal bei einer Probe – dienstags um 19.30 im Klosterstock – vorbeizuschauen und mitzumachen.

 

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