Klimaschutz
Stadtradeln: Geisenfeld ist dabei
Der Landkreis Pfaffenhofen a.d.Ilm, bzw. die Stadt Geisenfeld als eigenes Team, beteiligt sich jährlich an der Radverkehrs- und Klimaschutzkampagne STADTRADELN. Dabei werden im Aktionszeitraum, meist im Juli, von allein Teilnehmern einer Gruppe so viele Kilometer gesammelt wie möglich. Anmeldungen sind über das Portal www.stadtradeln.de möglich. Die Stadt Geisenfeld gibt hierzu stets Hilfestellung in Form einer Anleitung, die Ihnen unten zum Download bereit steht.
Einfach unter www.stadtradeln.de neu registrieren oder mit dem Account aus dem Vorjahr anmelden und dabei den Kreis Pfaffenhofen und anschließend das Team Geisenfeld auswählen und fleißig Kilometer sammeln. Mitmachen kann jeder, der sich für den Klimaschutz engagieren möchte, der gerne Fahrrad fährt oder einfach nur Spaß an der Bewegung und am Sport hat. Jeder Kilometer zählt, egal ob die Fahrt zum Supermarkt oder die ausgiebige Wochenendradtour. Am Ende der Aktion, die über 21 Tage geht, wird die Gruppe ermittelt, die die meisten Kilometer gesammelt hat. Es gibt es tolle Preise.
Zur Aktion gibt es auch eine App, die für iOS und gleichermaßen Android verfügbar ist. Mit ihr kann man seine Strecken planen und tracken. Hier gehts zum Download.
Die Stadt hält Sie hierzu über News auf dieser Homepage auf dem Laufenden.
Beim Wettbewerb STADTRADELN geht es um den Spaß am Radeln und vor allem darum, möglichst viele Menschen für das Umsteigen auf das Fahrrad im Alltag zu gewinnen und dadurch einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Denn etwa ein Fünftel der klimaschädlichen Kohlendioxid-Emissionen in Deutschland entstehen im Verkehr, sogar ein Viertel der CO2-Emissionen des gesamten Verkehrs verursacht der Innerortsverkehr. Wenn circa 30 Prozent der Kurzstrecken bis sechs Kilometer in den Innenstädten mit dem Fahrrad statt mit dem Auto gefahren würden, ließen sich etwa 7,5 Millionen Tonnen CO2 vermeiden.
Übrigens: Schüler*innen, Lehrkräfte und sonstige Vertreter der Schulen haben die Möglichkeit, dieses Jahr beim Schulradeln mitzumachen. Das Schulradeln findet zeitgleich mit dem STADTRADELN, quasi als „Wettbewerb im Wettbewerb“ statt. Ziel des Wettbewerbs ist es, eine gesunde Abwechslung zum meist bewegungsarmen Schulalltag herzustellen und Schüler*innen fit für das Radeln im Alltag zu machen. Zusätzlich leisten alle Teilnehmenden einen Beitrag zum Klimaschutz, indem alltägliche Wege, wie der Weg zur Schule, anstatt mit dem Auto, mit dem Rad zurückgelegt werden. Anmeldung und weitere Informationen unter www.schulradeln-bayern.de.
Digitales Energiekonzept für kommunale Liegenschaften in der Stadt Geisenfeld
Projekt: Erstellung eines digitalen Energiekonzeptes für kommunale Liegenschaften der Stadt Geisenfeld:
Ende des Bewilligungszeitraums: 31.10.2020
Gefördert zu 50 % durch das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Energie und Technologie
Zuschussbescheid Nr. 07 05 / 686 75 / 46 / 21.
Projektersteller: Stadt Geisenfeld in Zusammenarbeit mit dem Institut für Energietechnik IfE GmbH an der Ostbayerischen Technischen Hochschule Amberg-Weiden
Zielsetzung und Projektbeschreibung
Ziel des digitalen Energiekonzepts ist die Ausarbeitung konkreter Maßnahmen zur Energieeinsparung und Effizienzsteigerung sowie dem Ausbau erneuerbarer Energien und/oder Kraft-Wärme-(Kälte)-Kopplung in den folgenden kommunalen Gebäuden der Stadt Geisenfeld:
Altes und Neues Rathaus
Irlanda-Riedl-Grund- und Mittelschule im Schulzentrum Geisenfeld
Die Konzepterarbeitung erfolgte in drei sachlogischen Schritten:
Erfassung des Ist-Zustands
Übersicht der energetischen und messtechnischen Infrastruktur vor Ort im Bestand
Ggf. Empfehlungen zum Ausbau des vorhandenen Messgerätebestands
Abbildung der Liegenschaften in der Software
Integration in Software und Beginn der Datensammlung
Implementierung von Analyse- und Auswertemethoden
Ausarbeitung und Prüfung von Maßnahmen
Auswertung der gesammelten Daten
Identifikation von Optimierungspotentialen
Ableitung und Ausarbeitung von sinnvollen Maßnahmen zur Energieeinsparung, Effizienzsteigerung und dem Ausbau Erneuerbarer Energien und/oder Kraft-Wärme-(Kälte)-Kopplung
Umfassende Wirtschaftlichkeitsbetrachtung und ökologische Bilanzierung der identifizierten Maßnahmen
Zusammenfassung:
Im Rahmen des digitalen Energiekonzepts für kommunale Liegenschaften der Stadt Geisenfeld wurden das Rathaus sowie das Schulzentrum Geisenfeld zunächst im Bestand analysiert. Neben Betrachtung der vorhandenen energetischen Infrastruktur und sonstigen Gegebenheiten vor Ort ist auch die Messgeräteinfrastruktur analysiert und Handlungsempfehlungen für sinnvolle Erweiterungen ausgearbeitet worden.
Basierend auf der Bestandsanalyse sind die Liegenschaften in einer Energiemanagement-Softwarelösung digital abgebildet worden. Zählerinfrastrukturen und deren Hierarchie sind so in der Software hinterlegt, sodass aufwändige Bilanzierungsansätze und Witterungsbereinigungen automatisiert und in zeitlich variablen Schritten erfolgen können. Anhand der implementierten Analyse- und Auswertemethoden zeigten sich u.a. auch Missstände in der Hardwareinstallation von Messgeräten, die seitens der Stadt Geisenfeld entsprechend korrigiert wurden.
Mit der digitalen Datengrundlage ist nachgelagert eine Detailmaßnahme zu einer möglichen Erweiterung des Rathaus-Wärmeverbunds untersucht worden. Der Wärmeverbund im Bestand wird über einen Erdgaskessel gespeist. Da mangels Platzangebot keine alternative und ökologisch optimierte Energieversorgungsvariante umsetzbar wäre, ist die Erweiterung des Wärmeverbunds im Gebietsumgriff durch eine weitere Liegenschaft („Gandorfer Stadl“) untersucht worden, welche für die Umsetzung von alternativen Energieversorgungs-varianten über ausreichend Platz verfügt.
Neben der Referenzvariante sind sieben alternative Energieversorgungsvarianten ausgearbeitet sowie die jeweilige Wirtschaftlichkeit und CO2-Emissionen geprüft worden. Zuletzt sind alle Varianten über entsprechende Sensitivitätsanalysen betrachtet worden, um den Einfluss von Brennstoff-Preisänderungen darzustellen.
Der Kostenaufwand für die Errichtung der alternativen Wärmeversorgungsstrukturen kann aufgrund des frühen Planungsstadiums (Machbarkeitsstudie) nur näherungsweise festgelegt werden (übliche Marktpreise). Sollte es tatsächlich zur Übernahme und Renovierung des „Gandorfer Stadls“ kommen, können die Kosten der alternativen Energieversorgungs-varianten durch konkrete Angebotsvorlagen geschärft werden.
Ebenso wurde auf Basis der Datengrundlage für die Irlanda-Riedl-Grund- und Mittelschule im Schulzentrum der Stadt Geisenfeld eine PV-Anlage mit direkter Eigenstromnutzung untersucht. Insgesamt sind drei Varianten mit unterschiedlich großen PV-Generatoren in Bezug auf Eigenverbrauchsquote, ökologischen Nutzen und Wirtschaftlichkeit untersucht worden.
Klimaschutzkonzept für die Stadt Geisenfeld
Klimaschutzkonzept für die Stadt Geisenfeld
Die Stadt Geisenfeld hat bereits vor längerer Zeit ein integriertes Klimaschutzkonzept verabschiedet, das mit wissenschaftlicher Begleitung erarbeitet wurde.
Gefördert wurde das Projekt durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages
(Förderkennzeichen: 03KS3193). Projektersteller war das Institut für Energietechnik IfE GmbH, Amberg-Weiden.

Die Stadt hat sich zum Ziel gesetzt, die Energiewende vor Ort umzusetzen. Ziel ist es, in allen Bereichen Energie und CO2-Emissionen einzusparen und die Nutzung erneuerbarer Energien zu stärken.
Neben einer Energie- und CO2-Bilanz, enthält das Klimaschutzkonzept eine Analyse zu den vorhandenen erneuerbaren Energien sowie Einsparmöglichkeiten zur Verringerung des Energieverbrauchs. Diese Modellrechnungen geben Hinweise darauf, in welchem Umfang Veränderungen möglich sind.
Basierend auf einer Verbrauchergruppeneinteilung (Privat, Kommunal, Gewerbe-Handel-Dienstleistungen-Industrie, Verkehr) werden im IST-Zustand rund 64.000 t/a an CO2 ausgestoßen, dies entspricht rund 6,4 t/a pro Einwohner.
Die Eigenversorgung mit Strom aus erneuerbaren Energien beträgt ca. 59%, die Wärmenutzung aus erneuerbaren Energien 17%.
Über Einspar- und Effizienzsteigerungsmaßnahmen in allen Verbrauchergruppen, Steigerung der Elektroeffizienz, Umrüstung der Straßenbeleuchtung, Effizienzsteigerung thermisch und elektrisch im Bereich Gewerbe-Handel-Dienstleistungen-Industrie können jährlich rund 18.000 t an CO2-Ausstoß vermieden werden.
Eine weitere CO2-Reduzierung kann über den Ausbau der Erneuerbaren Energien, hier speziell Nutzung Solarenergie, Biomasse (Holz) und Biomasse (für Biogas) erreicht werden.
Fazit:
Das Potential an Aufdachphotovoltaikanlagen und Solarthermie ist jeweils zur Hälfte erschöpft.
Biomasse (Holz) unter Berücksichtigung des Biomasseheizkraftwerks Wolnzach bilanziell bereits vollständig erschöpft, hier ist keine weitere nachhaltige Nutzung mehr möglich. Biomasse (für Biogas) weist die größten Gesamtpotentiale auf. Diese wurden bereits teilweise genutzt, z.B. Biogas-BHKW zur "Wärmeversorgung der Schule in Geisenfeld" sowie dem Einsatz der Substrate in die Biomethananlage in Wolnzach.
Durch den Ausbau von erneuerbaren Energien können insgesamt rund 21.000 t/a an CO2 vermieden werden. Insgesamt könnte der CO2-Ausstoß im Ist-Zustand von rund 64.000 t/a (6,4 t/a pro Einwohner) auf rund 25.000 t/a (2,5 t/a pro Einwohner) gesenkt werden.
Für Fragen und Anregungen zum Integrierten Klimaschutzkonzept steht Ihnen Anton Hackl im Rathaus Geisenfeld gerne zur Verfügung.

