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Stadt und VGem Geisenfeld  |  E-Mail: katharina.missbrandt@geisenfeld.de  |  Online: http://www.geisenfeld.de

Warnung vor Blaualgen

Was Sie über Cyanobakterien – sogenannte Blaualgen – wissen müssen


Blaualgen an der Badestelle

Die hohe Lichtintensität und warmen Temperaturen im Sommer bieten optimale Wachstumsbedingungen für Algen. Einträge aus Natur und Umwelt sorgen zusätzlich für ein Nährstoff-Überangebot von z. B. Phosphor und Stickstoff, was im Hochsommer zu einer explosionsartigen Vermehrung von Algen führen kann.

 

 

Blaualgen sammeln sich häufig in Ufernähe und Buchten, wo sie zu einer dichten, schlieren-oder rahmartigen Schicht - die Konsistenz gleicht einer „Erbsensuppe“ - zusammengeschoben werden. Meist kann man mit bloßem Auge erkennen - und aufgrund des leicht muffigen Geruches des Wassers auch riechen - wenn Blaualgen in größeren Mengen im Badesee vorkommen. Zudem ist die Sichttiefe dann durch eine starke, grünliche Eintrübung des Badegewässers eingeschränkt.

 

Wenn Blaualgen in größeren Mengen auftreten, spricht man von einer beginnenden Algenblüte. Blaualgen bilden sich jedoch nicht nur im Uferbereich, sondern auch auf freien Wasserflächen und in tieferen Gewässerschichten.

 

Die Wasserblüten können sich, je nach Windrichtung, in bestimmten Abschnitten vermehrt ansammeln, wechseln aber aufgrund unterschiedlicher Wind- bzw. Luftverhältnisse ihren Standort schnell und können deshalb bei Routinekontrollen manchmal übersehen werden.

 

Welche Gefahr geht von Cyanobakterien aus?

Cyanobakterien enthalten eine Vielzahl von Wirkstoffen. Manche sind wertvoll für die Pharmazie und andere – die ”Cyanotoxine” – sind giftig und deren gefährdente Auswirkung auf die Gesundheit von Mensch und Tier unterschiedlich. Eine große Rolle spielen dabei natürlich Art und Konzentration des aufgenommenen Giftes.

Neurotoxine aus Cyanobakterien kommen eher selten und kaum in gefährlich hohen Konzentrationen vor.

 

Lebertoxine – sogenannte Microcystine – sind dagegen sehr häufig, wenn es zu Massenentwicklungen von Cyanobakterien kommt. Ein Kleinkind müsste jedoch ca. einen halben Liter der ”Erbsensuppe” schlucken, damit von einer lebensbedrohlichen Gefahr ausgegangen werden muss.

 

Die Microcystinkonzentrationen sind jedoch nur sehr selten lebensgefährlich hoch.

Ein Gesundheitsrisiko ergibt sich dabei insbesondere, wenn Wasser in sehr hohen Konzentrationen geschluckt wird oder über Aerosole in die Atemwege gelangt, wie es z. B. bei Wassersportarten mit intensivem Wasserkontakt ( z. B. Tauchen, Wasserski o.ä.) der Fall ist.

 

Vor allem für Kinder kann es zur Lebensgefahr kommen, wenn diese, etwa beim intensiven Toben, gegenseitigem Untertauchen oder Handstand im Wasser, viel Wasser schlucken – besonders wenn sie dies in flachen Bereichen, in denen sich eine dicke grüne Masse angesammelt hat, tun.

 

Auch für Hunde und andere Haustiere können Cyanobakterien gefährlich sein, wenn sie sich nach dem Baden das Fell sauber lecken. Manche Hunde mögen auch das bereits verrottete ”Blütenmaterial” am Ufer, was tödlich für die Tiere enden kann.

 

Hinweise

Eine Aufnahme von Cyanotoxinen über die Haut ist unwahrscheinlich. Allerdings können manche Wirkstoffe der Cyanobakterien die Haut reizen, Entzündungen oder allergische Reaktionen auslösen (z. B. das Auftreten von Quaddeln auf der Haut u. ä.).

 

Weitere Symptome in Folge einer erhöhten Aufnahme von Cyanotoxinen können sein: Übelkeit, Durchfall und Erbrechen, Fieber, Reizungen und/ oder Entzündungen der Augen, Ohren und Atemwege bis hin zur Lungenentzündung, Schleimhautreizungen allgemein, aber auch Veränderungen der Leber.

 

Falls eine oder mehrere Beschwerden nach dem Baden auftreten sollten, suchen Sie einen Arzt auf und melden Sie dies auch Ihrem zuständigen Gesundheitsamt:

 

Gesundheitsamt Pfaffenhofen Tel.: 08441/27-1400


Beachten Sie deshalb:

- Verzichten Sie auf das Baden, wenn Sie bis zu den Knien im Wasser stehen und Ihre Füße nicht mehr sehen.

- Unterlassen Sie den Aufenthalt in Badebereichen mit sichtbar grünen oder blaugrünen Teppichen.

- Da Kinder durch ihr Badeverhalten besonders gefährdet sind, sollten diese nicht im Uferbereich oder Wasser mit Verdacht auf Blaualgen spielen.

 

Falls Sie dennoch baden, duschen Sie sich danach gründlich ab und wechseln Sie Ihre Bade-bekleidung!

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