Zahlreiche Besucher versammelten sich vor dem Geisenfelder Rathaus, um den Auftritt der Schäffler mitzuerleben. Trommelwirbel kündigten den Beginn an, die Klänge der Stadtkapelle erfüllten den Platz – dann setzte sich der Zug in Bewegung. In geordneter Formation betraten die Akteure den Schrannenplatz: an der Spitze die schwarz gekleideten Funktionäre, gefolgt vom Fahnenträger mit der gesegneten Standarte und schließlich den Tänzern.
Bei strahlendem Himmel und frostigen Temperaturen hatten sich etwa 400 Menschen eingefunden. Erwartungsvoll verfolgten sie das Geschehen. Als die Darbietung startete, wurde die Szenerie von herzlichem Beifall begleitet.
Wie es der Brauch ist, führte der erste Weg zum Pfarrherrn, ehe die Gruppe weiter zum Rathaus zog. Zwischen den Tänzen sorgten die Kasperl für Unterhaltung: Sie wirbelten über den Platz, suchten den Kontakt zum Publikum und nahmen mit augenzwinkerndem Humor das Tagesgeschehen aufs Korn. Das Lachen der Zuschauer ging nahtlos in Applaus über – die Vertrautheit zwischen Darstellern und Publikum war allgegenwärtig. Genau dieses Zusammenspiel aus überliefertem Brauch, Humor und Nähe machte den Schäfflertanz so lebendig.
Vom Alten Rathaus aus verfolgten alle drei Bürgermeister das Geschehen. Der Haupt-Kasperl, selbst Teil des Stadtrats, nutzte die Gelegenheit, um auch kommunalpolitische Themen humorvoll einzubinden. Die Choreografien wirkten sicher, die Abfolge der Figuren eingespielt. Auch die Reifenschwinger überzeugten mit präzisen Bewegungen und fehlerfreien Darbietungen.
Bürgermeister Paul Weber, seine Stellvertreter Erich Erl und Andreas Aichele zeigten sich beeindruckt und sprachen von einem perfekten Auftakt. Seine Begeisterung teilten viele – ein Blick über den dicht gefüllten Schrannenplatz ließ daran keinen Zweifel.









