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VG Geisenfeld mit der Stadt Geisenfeld und der Gemeinde Ernsgaden  |  E-Mail: katharina.missbrandt@geisenfeld.de  |  Online: http://www.geisenfeld.de

Text: Maggie Zurek - Fotos: Maggie Zurek, Rudi Zablowsky

"Runderneuerte" Stadtbücherei bekommt beim Tag der offenen Tür gute Noten und viel Lob für erlesene Ausstattung

„Die sieht ja viel größer aus als vorher.“ Die neunjährige Melina hat den Eindruck vieler Besucher am Tag der offenen Tür in der sanierten Stadtbücherei auf den Punkt gebracht. Immer wieder wurden der „hell und offen wirkende Raum“ und die „durchdachte“ Ordnungsstruktur gelobt.
Grossansicht in neuem Fenster: Stadtbücherei

 

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Als „modern und familienfreundlich“ empfindet auch Anton Westner (CSU) die Bibliothek. Der stellvertretende Landrat – wie er gestand, selbst leidenschaftlicher Leser – betonte in seiner Festrede, man fühle sich hier „auf Anhieb wohl“. Sein Wunsch, dass in diesem einladenden „Fitnesscenter für Sinn und Verstand“ nicht nur Erwachsene, sondern viele Kinder „Fernsehen im Kopf“ erleben mögen, ging schon am ersten Tag in Erfüllung.

 

Nicht nur zu den Lesungen mit Nicole Lübcke, die unter anderem aus ihrem Werk „Pippo ist zu spät“ las, fanden sich junge Bücherwürmer in der gemütlichen Jugendecke ein. Die vierjährige Eva, die mit ihrer Schwester Melina zu den Stammgästen gehört, war mit der Mama gekommen. Sie fand „die lustigen Schilder an den Regalen“ toll, „weil dadurch weiß man gleich, was drinsteht“. Das bestätigte Susanne Muhr, die erstmals mit ihrer Tochter aus Königsfeld hergekommen war, gerne. Zudem sei die Möblierung „total chic“. Ähnlich positiv äußerten sich zwei Damen „vom Fach“. Heike Gürtner und Sofie Rottmair, Mitarbeiterinnen der Gemeindebücherei in Reichertshausen, empfanden die Ausstattung als „edel“ und die detaillierte Ausschilderung als „sehr benutzerfreundlich“. Dank der verschiebbaren neuen Regale auf Rollen „kann man für größere Veranstaltungen Platz schaffen“, bemerkte eine Nutzerin, die sich zur Lesung mit Wolfgang M. Koch eingefunden hatte (gesonderter Bericht folgt) und die Leseecke mit Luxus-Kaffee-Automat genoss.

 

Die gelungene Verjüngungskur war Bürgermeister Christian Staudter (USB) bereits am Vormittag im Beisein von rund 40 Ehrengästen ein umfassendes Dankeschön wert – allen voran an Ute Palmer-Horn von der Landesfachstelle für öffentliche Bibliotheken sowie an die Mitarbeiterinnen der Bücherei, Marianne Spreng, Ute Gold, Heidi Kuchenbuch und Rita Kießling. Wie „dringend nötig“ die insgesamt 70 000 Euro teure Sanierungsmaßnahme war, dokumentierten unter dem Motto „Vorher-Nachher“ Fotos gleich neben dem Eingang. Begleitet von Harfenklängen, dargeboten von Caroline Frey aus Ernsgaden, unterzogen Stadträte, Schulvertreter und sonstige Ehrengäste die Einrichtung einer eingehenden „Prüfung“, die mit durchweg guten Noten endete. Er hoffe nun auf viele neue Leser, die von der „riesengroßen“ Auswahl an Medien profitieren werden, so Staudter. Gottes Segen für ein gutes Gelingen erbaten Stadtpfarrer Thomas Stummer und sein evangelischer Amtskollege Reinhard Wemhöner.
Palmer-Horn hatte eine „frohe Botschaft für den Kämmerer“: Es werde wohl ein weiterer Zuschuss nachbewilligt. Die Expertin dankte für die „tolle Zusammenarbeit“ mit den Verantwortlichen in Geisenfeld. Aus einem im übertragenen Sinn „verstaubten Bücherraum“ habe man trotz der beschränkten räumlichen Möglichkeiten letztlich viel gemacht. Auch im Zeitalter von E-Books und Internet seien Bibliotheken ein wichtiger Bildungspartner und beliebter Aufenthaltsort zum Lernen, hob sie hervor. Ihr Bestand hänge aber von der „Bereitschaft ab, sich weiter zu entwickeln“. Dies setze nicht nur ein auf den Leser abgestimmtes Angebot und einladende Räumlichkeiten, sondern auch die gezielte Öffentlichkeitsarbeit etwa durch die „Vernetzung“ mit Schulen und Kindergärten sowie mit anderen Bibliotheken im Landkreis voraus. Wohl ganz im Sinne der Bücherei-Mitarbeiterinnen wünschte sie abschließend „langfristig“ einen Umzug, „damit sich die Bücherei vergrößern kann“. Derlei Zukunftsträume standen am Tag der offenen Tür nicht zur Debatte. Da überwog die Freude an einer „schönen Einrichtung, mit sehr aktuellem Fundus“, wie ein Besucher anerkennend urteilte. Weshalb sich einige der wohl etlichen Hundert Besucher einen Nutzerausweis ausstellen ließen, um gleich das entdeckte „Schmankerl“ mit nach Hause nehmen zu dürfen.

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