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VG Geisenfeld mit der Stadt Geisenfeld und der Gemeinde Ernsgaden  |  E-Mail: katharina.missbrandt@geisenfeld.de  |  Online: http://www.geisenfeld.de

Text und Bilder - Maggie Zurek

Erfolgsmodell gegen Ferienfrust

Kreativ sein statt rumhängen – dieses Angebot haben 80 Jugendliche im Rahmen der Jugend-Sommer-Akademie der Stadt Geisenfeld gerne angenommen. Auch heuer waren die Kurse von Fotografie bis Wasserski ein Erfolgsmodell im Kampf gegen den Ferienfrust.

JugendsommerakademieJunge Künstler: Ob beim Holzbildhauen (linkes Foto) oder beim Acryl-Malen (rechts) – Kreativität war bei fast allen Workshops der Jugendsommerakademie gefragt

 

Bei Organisatorin Henriette Staudter waren Anfragen aus dem gesamten Landkreis eingegangen. „Viele Eltern lobten die im Umkreis einzigartige Geisenfelder Initiative“, erklärt die Kulturreferentin. Teenager blieben bei den bewährten Ferienpass-Aktionen oft außen vor, für sie herrsche ein Mangel an kreativen und sportlichen Angeboten zu erschwinglichen Preisen für die schulfreie Zeit. Seitens der Stadt habe man deshalb Wert auf günstige Konditionen gelegt – elf Euro kostete der Kurs. Wer von auswärts kam, dem wurden zehn Euro mehr berechnet „denn profitieren soll ja in erster Linie unsere eigene Jugend“, betont die Organisatorin.

 

Weil die Zahl der Teilnehmer in den einzelnen Kursen beschränkt ist, um ein sinnvolles Arbeiten zu gewährleisten, habe man sogar etlichen Interessenten absagen müssen, bedauert Staudter. Nach ersten Schätzungen werden Kurse und Abschlussveranstaltung wohl mit etwa 4500 Euro zu Buche schlagen, wovon allerdings „dankenswerter Weise die 2000 Euro Spende seitens der Sparkasse abzuziehen sind“, so die Kulturreferentin, die angesichts der großen Resonanz vermutet: „Ich werde wohl nicht umhin kommen, auch im nächsten Jahr wieder etwas Ähnliches anzubieten.“ Der absolute Renner war mit 20 Anmeldungen das Wasserski- und Wakeboard-Camp mit Michael Sprang und Michael Lang. Auf großes Interesse stießen auch der Foto-Workshop und das Layout-Seminar.

 

Gleiches gilt für den von Silke Eberhardt geleiteten Tanzkurs, bei dem 15 Mädels fetzige Choreografien einstudierten (wovon sie beim Abschlusskonzert eine Kostprobe gaben). Die Teenager profitierten auch sonst von der Woche, wie Monique und Natascha Vierthaler betonen. Die Zwillinge bekennen, „normalerweise extrem schüchtern“ zu sein. Im Kurs hätten sie ihre Scheu abgelegt und neue Freundschaften geschlossen – „und im nächsten Jahr sind wir sicher wieder mit dabei“. Nathalie Ponsot lobt ihre sieben Nachwuchsbildhauer, die sehr gekonnt mit dem Beitel umgingen und „selbst dann noch fleißig waren, wenn es ans Aufräumen ging“. Sie haben täglich freiwillig eine ganze Stunde mehr als geplant im Bauhof zugebracht.

 

Ganz begeistert von der Leistung ihrer Schüler zeigt sich auch Rita Möderle, die hofft, dass die sechs Mädels und der junge Mann „von dem Workshop etwas mit nach Hause nehmen und weiter kreativ arbeiten“.

 

Ganz schön viel Mut bewiesen die drei Teilnehmerinnen am Theater-Kurs mit Eva und Katrin Limmer, die sich beim Open-Air-Konzert vor großem Publikum mit einem Sketch auf die Bühne wagten. Monika Zellner von den Theaterfreunden freut sich, dass zwei der talentierten Nachwuchsdarsteller weitermachen möchten. „Eine darf sogar schon im Herbst mit dem Verein auftreten.“

 

Mangels Anmeldungen abgesagt werden musste heuer nur der Bauchtanz-Kurs. Woran dies lag, vermag Staudter nicht zu sagen, sie möchte aber im nächsten Jahr mit der zuständigen Betreuerin Gabi Glas einen erneuten Versuch starten.

 

Schon heuer wurde die Veranstaltungsreihe vom Verein KiJuBi unterstützt, der sich der Förderung von Bildungsangeboten für Heranwachsende verschrieben hat. Vorstandsmitglied Silke Eberhardt kann sich vorstellen, dass man im nächsten Jahr das Angebot noch weiter ausbaut. „Die Jugend will aktiv sein“, betont sie und ist überzeugt, dass „eine Woche Workshops in sechs Wochen Ferien nicht genug sind“. Mit eingebracht hat sich auch das Jugendparlament, das die Bewirtung beim Abschlusskonzert übernahm. Zum Dank dürfen die Nachwuchspolitiker das in der Kasse verbleibende Geld in ihre eigenen Projekte investieren.

 

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