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VG Geisenfeld mit der Stadt Geisenfeld und der Gemeinde Ernsgaden  |  E-Mail: katharina.missbrandt@geisenfeld.de  |  Online: http://www.geisenfeld.de

Text und Fotos: Maggie Zurek

Amüsante Geschichtsstunde

Wer Geschichte als einschläferndes Schulfach in Erinnerung und somit auch von der heimischen Historie nicht viel mitbekommen hat, dem sei eine Nachhilfestunde bei Stefan Kröll empfohlen.

Koenixx

Lohengrin per Grammophon: Wenn es die Geschichte erfordert, greift Stefan Kröll schon mal zu ungewöhnlichen Mitteln

 

Mit einer unterhaltsamen Mischung aus Fakten, Anekdoten und Kabarett ließ dieser im Geisenfelder Rathaussaal die Zeit der bayrischen Könige lebendig werden.

 

Kröll macht aus Namen greifbare Gestalten mit menschlichen Ecken und Kanten. Er lässt uns über Potentaten (kommt ja von Potenz) wie Ludwig I., der Lola Montez mit Haut und Haar verfiel, herzhaft lachen. Mit dem richtigen Gespür für Nuancen mischt er Information und Witz, wobei er die großen historischen Zusammenhänge im Blick behält. Schauspielerisch sehr talentiert, imitiert er nicht nur Generationen gekrönter Häupter, auch den Dialekt sächsischer Söldner und der von Bayern während der Freiheitskämpfe von 1809 so schäbig behandelten Tiroler (deren Leid heute durch „Heerscharen von Törggelen-Fahrern kompensiert wird) hat er drauf.

 

Und die Gegenwart? Die kommt ebenfalls nicht zu kurz. Etwa, wenn Kröll schaut, was aus den Bemühungen eines verschlossenen Max II. um Bildung und Nationalbewusstsein für sein Volk geworden ist: Im Maximilianeum wird heute, dem Bayrischen Landtag sei Dank, „der intellektuelle Elitegedanke verwässert“, und das Oktoberfest mutiert zum „Strickjacken-Woodstock“, in einem Freistaat, der ukrainische Tänzerinnen an polierten Stangen „auf und niederschepsen lässt.“ Krölls Stärke ist die Gratwanderung zwischen Ernst und Tollerei, die auch krasse Brüche nicht scheut. Wenn er den Freiheitskämpfer Andreas Hofer „Ade, mein Land Tirol“ singen oder Ludwig II. enttäuscht, entmachtet und missverstanden in eine Scheinwelt fliehen lässt, gewinnt menschliche Tragik für Momente die Oberhand.

 

Der tosende Applaus, der am Ende aufbraust, gilt an diesem Abend aber nicht nur dem „Historiker“ auf der Bühne, sondern auch zwei einfühlsamen Musikerinnen, die ihn begleiten: Angelika Weber am Hackbrett und Judith Geißler an der Harfe. Mal wuseln sie furios und voller Dynamik über 198 Saiten, mal laden sie den Zuhörer meditativ zum Nachdenken ein. Angesichts der pädagogischen Nachwirkung bei erwachsenen Zuhörern kann man sich das Programm als Bereicherung des „normalen Schulunterrichts“ durchaus vorstellen. Einschlafen würde dabei jedenfalls keiner.

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