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VG Geisenfeld mit der Stadt Geisenfeld und der Gemeinde Ernsgaden  |  E-Mail: katharina.missbrandt@geisenfeld.de  |  Online: http://www.geisenfeld.de

Jahreskonzert der Stadtkapelle

Unter dem Motto „Mia san a Bayrische Band“ präsentierten sich die Musiker/innen nebst ihrem Dirigenten Joachim Maßow nach intensiver Probenarbeit in gewohnter Bestform und bewiesen wieder einmal, dass sie als „Bayrische Band“ bzw. bayrisches Blasorchester nicht nur die traditionelle Blasmusik beherrschen.

Seinen gelungenen Einstand gab auch der neue Vorsitzende Walter Müller, der die Gäste und Ehrengäste gemäß Bayrischer Tradition mit „Grüaß Gott beinand“ sehr herzlich begrüßte. Gekommen waren wieder viele Verantwortliche des Mittelbayerischen Musikbundes und Mitglieder umliegender Kapellen, sowie Stadtpfarrer Thomas Stummer, Bürgermeister Christian Staudter und weitere Vertreter aus Kirche und Politik.

Mit dem Begrüßungsmarsch „Einzug der Gladiatoren“ von Julius Fucik traf man buchstäblich ins Schwarze, denn die Gladiatoren des Abends waren eindeutig die Musiker selbst.

Mit der Überleitung von einem Fucik-Marsch zur Rockmusik bewies die Kapelle, dass der Reiz des diesjährigen Konzertes gerade in der musikalischen Vielfalt lag. Dies erläuterte in gewohnt souveräner Manier wieder Martina Götz, die während des gesamten Konzerts durch das Programm führte und viele interessante Hintergrundinformationen zu den Komponisten und ihren Werken preisgab.

Mit Rock Highligths, beginnend mit der Ballade „A whiter Shade of Pale“, „Go West“, „Rosanna“ und Umberto Tozzi’s „Gloria“ über „Thank you for the music“ von ABBA und im Wechsel dazu die Böhmische Polka „Wir Musikanten“ und dem Walzer „Ganz Allerliebst“ spielten sich die Musiker in die Herzen der Zuschauer.

Den musikalischen Höhepunkt aber bildete eine Komposition des 1951 in London geb. Philip Sparke, einem der berühmtesten zeitgenössischen Blasmusikkomponisten insbesondere für die Brass-Band-Szene. Mit dem Stück „Theatre Music“ erfüllte sich Dirigent Joachim Maßow einen seit langem gehegten Musiktraum. In drei Sätzen wird hier Theater zur Musik. Im 1. Akt erfolgte instrumental einfühlsam und weich die Ankündigung des Theaters, während sich der 2. Akt leichtfüßig aber temperamentvoll darstellt und sich „das Theater“ im finalen 3. Akt zum fulminanten Höhepunkt steigert.

 

Schon traditionell präsentierte sich nach der Pause die Percussiongruppe unter der Leitung von Thomas Thunig mit klassischem Schlagzeug und Djembe. Dabei hatten die 3 jungen Musiker aber noch eine äußerst amüsante und gekonnte Einlage parat, die bis zur Generalprobe ein streng gehütetes Geheimnis war. Auf einem „bayerisch gedeckten Brotzeittisch“ mit Teller, Besteck, Senfkübel und unterschiedlich hoch gefüllten Wassergläsern stellten sie ihr musikalisches und rhythmisches Talent unter Beweis und wurden dafür mit frenetischem Jubel von den Zuhörern und ihren Musikerkollegen gefeiert.

 

41 Musiker schafften in diesem Jahr den Aufstieg von der Bläserklasse ins Jugendorchester, belegt durch die bestandene theoretische und praktische Prüfung zum bronzenen Leistungsabzeichen. Geführt und dirigiert von Sabine Nadler belegten sie die hervorragende Nachwuchsarbeit mit „Heal the world“ vom King of Pop, Michael Jackson, und mit zwei Sätzen aus der „Universal band collection“ von Jakob de Haan.

Seit vergangenem Herbst spielen weitere 20 Mädchen und Buben in der Bläserklasse zusammen und bewiesen nun zum ersten Mal mit dem Gospelstück „When the saints“ und dem „Majestic March“ unter Federführung von Tobias Neufeld ihr Talent.

Zum Konzertende brillierte nochmals das Hauptorchester bei den „Best of Rainhard Fendrich“ mit abwechslungsreichen Tempi, sensibel und feinfühlig in musikalisch perfekter Ausführung.

Erst nach drei vom Publikum erklatschten und auf das Thema des Abends abgestimmte Zugaben, dem „Bayer. Defiliermarsch“, „Pfeif drauf“ von Haindling und „Mia san a Bayrische Band“ von Spider Murphy wurden die Musiker entlassen.

Den Zuhörern bot sich abschließend ein eindrucksvolles Schlussbild mit mehr als 100 Akteuren, das ohne Worte deutlich machte: Nachwuchssorgen sind für die Stadtkapelle Geisenfeld ein absolutes Fremdwort.

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